Teil 1: Sonne, Kinder und die ersten Gespräche

Ankunft und erster Abend

Nach acht Stunden Fahrt im komfortablen VW-Bus der Firma MaxMoritz erreichten wir den Weltcuport Flachau. Nach dem Check-In in unsere schönen Appartements des Centrals stärkten wir uns erstmal mit leckeren Nougatknöderl in der hauseigenen Trattoria “La Luma”. Es war sozusagen ein Aperitif für die Tage, die uns bevorstanden. Und „schwups“ waren wir mittendrin im Salzburgerland.

Zum Abendessen empfing uns Stephan Semmelmayr im „Hoagascht”, einem ehemaligen Kuhstall, der sich nun zu einem gemütlichen kulinarischen Chill out Restaurant gewandelt hat. Sushi aus dem hauseigenen Teich, koreanische Köstlichkeiten und auch leckere Wienerschnitzel, die dort in einer anderen Liga spielen als ihre „rheinischen Verwandten“, bereiteten uns einen kulinarischen Abend. Die Atmosphäre hätte entspannter nicht sein können, um den ersten Drehtag abzusprechen.

Der erste Drehtag

Herr Semmelmayr war nämlich unser erster Gesprächspartner. Gleich Montag früh sollte das Interview gedreht werden und er uns vor Kamera und Mikrofon rede und antwort stehen. Unter anderem über Nachwuchsprobleme auf der Piste, den demographischen Wandel in den Skiorten und der Bedeutung eines Familienskiurlaubes und wie man diesen zur Zufriedenheit aller in Flachau verbringen könne. Herr Semmelmayr ist Vater dreier Kinder und sehr von der pistenkids-Bewegungsschule angetan. „Für Flachau ist das Konzept sehr positiv, weil es auch die Faszination am Schneesport fördert“, sagte er unter anderem als die Kameras am Montag liefen.

Wie alles begann

Nachdem wir die Skiausrüstung bei Intersport Evers unter fachmännischer Beratung von Rupert ausliehen, fuhr das Filmteam bei Kaiserwetter und optimalen Pistenbedingungen ‚aufi’, um Impressionen vom snow space einzufangen, dem herrlichen Bergpanorama. Als nächster Punkt stand ein Interview mit Michael Paatz im Drehbuch. Der Initiator von pistenkids schilderte, wie das Projekt entstand, welche Ziele es verfolge, seine Zufriedenheit mit dem Fortgang und vor allem seine Freude über die Unterstützung, die pistenkids von allen Seiten erfahre. Nach getaner Arbeit und bei nach wie vor strahlend blauem Himmel stand nach dem Dreh eine verdiente Abfahrt auf dem Programm, ein gemütlich in den Feierabend carven …

Auf Sonne und Kinder ist Verlass

Am Dienstag begrüßte uns Sonne erneut und mit ihr fünf strahlende Kinder, die sich auf den Skikurs mit Christoph, dem Skischulleiter von snowlife, freuten. ‚Girlspower’ war angesagt und Mathilda (2,5 Jahre), Zoe (2), Gloria (3), Anna (4) und Lina (3) bereiteten sich im Dino-Kinderskiland vor und suchten sich ersteinmal einen der schönen Casco-Helme und funktionalen Brillen von RKS aus. Die richtige Auswahl der Ausrüstung ist mitentscheidend für den Spaß auf der Piste. Nach dem Aufwärmen und Instruktionen von Chris ging es auf dem ‚Zauberteppich’ nach oben und die Mädels wagten ihre ersten Schritte im Schnee und hoppala alles ging gut. Nochmal hinauf. Das macht Spaß. Die Skifahrerhocke wurde geübt und wer schnell fahren will muss auch bremsen können bzw. ‚Pizza’ fahren. Das Pizzastück veranschaulicht den Kindern ganz gut, wie ein Pflug aussieht.

Bewegung fördert den Lernprozess

Nach verdienter Pause trafen wir die Kinder am Nachmittag wieder, um im Flachauer Kindergarten zu turnen, zu jausen und zu singen. Doch davor stand ein weiteres Gespräch im Drehbuch. Maria Höller ist eine vom Salzburger Land ausgezeichnete Kindergartenpädagogin und betreibt das Kinderland in Flachau. Wir trafen uns mit ihr an der Talstation Space Jet am Dampfkessel, um mit ihr die motorischen Entwicklung von Kindern zu diskutieren. Gemäß des pistenkids Bewegungskonzepts von Herrn Prof. Dr. Memmert stand im Zentrum, welche wesentliche Rolle die Bewegung als solche beim Lernen spielt. Auch die Pädagogin äußerte ihre Anerkennung für pistenkids vor laufender Kamera und bestätigte den pistenkids-Ansatz, dass die in der Bewegungsschule vermittelten Grundlagen von den Kindern auch in soziale und intellektuelle Kontexte transferiert werden.

Lernen mit Spaß

Nach dem Interview starteten wir mit Frau Höller und ihrer Kollegin Katrin los zum Kindergarten. Dort erwarteten uns die Kinder zur Turnstunde. Auf dem sensoboard wurde der Gleichgewichtssinn trainiert, die Koordination wurde auf dem Trampolin geschult, um fit zu sein für die Piste. Dann gab es einen gesunden Snack, denn eine bewusste Ernährung ist ebenfalls Teil des pistenkids-Konzepts. Und Musik, als Baustein für die Motopädagogik fehlte auch nicht. Zum Abschluss gab es noch ein Gruppenfoto mit den neuen pistenkids-Shirts, über die sich die Kinder sehr freuten. Vielen Dank noch mal an dieser Stelle der Firma Gräfen für den T-Shirt-Druck. Es hat uns allen viel Spaß gemacht. Und dies ist ja, eine wesentliche Säule unseres Ansatzes: Lernen mit Spaß, beiläufig und implizit. Es hat funktioniert an diesem Kaiserwettertag in Flachau. Doch dazu mehr beim nächsten Mal.

 

Eure Loretta Langendörfer

 

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